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25. Juni 2016
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Einjahresgabe von Zoledronsäure: neue Maßstäbe in der Osteoporose-Therapie / Zulassung im September

Bisher werden Bisphosphonate - die Standardmedikamente zur Behandlung der Osteoporose - täglich, wöchentlich oder monatlich oral eingenommen. Ein entscheidender Nachteil: Nur 0,5 Prozent des Wirkstoffs erreicht wirklich den Knochen. Anders bei der intravenösen Gabe von Zoledronsäure 5 mg. Hier kommen 60 Prozent des Wirkstoffs am Knochen an. Da Zoledronsäure im Vergleich zu anderen Bisphosphonaten die höchste Knochenaffinität und die höchste Wirkpotenz hat, schützt der Wirkstoff ein Jahr lang vor osteoporotischen Frakturen. Fazit, so Professor Dr. Franz Jakob, Orthopädische Universitätsklinik Würzburg: "15 Minuten Infusion einmal im Jahr reichen aus, um die Osteoporose effektiv zu behandeln."

In der HORIZON PFT-Studie wurden insgesamt 7.736 Frauen mit postmenopausaler Osteoporose über drei Jahre zusätzlich zu einer Basistherapie mit Calcium und Vitamin D einmal jährlich mit Zoledronsäure 5 mg als Kurzinfusion oder mit einer Placebo-Infusion behandelt. Die Zoledronsäure-Infusion reduzierte das Risiko für Wirbelkörperfrakturen um 70%, dieser hohe Wert wurde erstmals von einem Osteoporose-Medikament erreicht. Zudem wurde das relative Risiko für Hüftfrakturen signifikant um 41% gesenkt. Prof. Dr. Dieter Felsenberg, Leiter des Zentrums für Muskel- und Knochenforschung der Charité Berlin: "Die außergewöhnliche Reduktion der Inzidenz aller osteoporostischen Frakturen, was bei keinem weiteren Medikament beobachtet wurde, kommt einer Heilung nahe."

Zoledronsäure (Aclasta®) ist seit 2005 zur Behandlung von Morbus Paget zugelassen. Über 2.000 Patienten in Deutschland wurden bereits erfolgreich behandelt. Ab September können auch Osteoporose-Patienten von diesem neuen Wirkansatz profitieren, denn nach der positiven Opinion der CHMP wird dann die europaweite Zulassung und Markteinführung erwartet.

Quelle: journalMED

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